Alles über NFT Displays und NFT Bilderrahmen

NFTs boomen und es ist aktuell kein Ende in Sicht. Dabei ist es fast egal, ob wir über NFT Kunst oder NFT-Spiele sprechen. Fast täglich steigen weitere Firmen ins Geschäft mit NFTs ein. Erst kürzlich (Januar 2022) zum Beispiel Prada in Zusammenarbeit mit Adidas. Somit wächst auch die Zahl der NFT-Besitzer rasant und gerade im Bereich von NFT Kunstwerken verhält es sich kaum anders als mit analoger Kunst: Man möchte seine NFTs präsentieren und vielleicht an die Wand hängen. Wenn man die NFTs nicht ausdrucken möchte, benötigt man besondere digitale Bilderrahmen, auch NFT Frames oder NFT Displays genannt. Was man dabei alles beachten muss, wo es sie zu kaufen gibt und ob man soetwas nicht selbst bauen kann, erfährst du in diesem Artikel.

NFT-Displays im Trend

Obwohl es besonders im Frühjahr 2021 und auch derzeit (siehe „Bored Ape Yacht Club“-Käufe von Justin Bieber oder Neymar, Februar 2022) einen regelrechten Boom bei NFTs gab und gibt, ist die Anzahl der Wallets, die ein NFT besitzen immer noch extrem klein. Laut Zahlen von Anfang Januar gab es ca. 360.000 Wallets mit mindestens einem NFT (Less NFT owners than you think). Lass es dir nochmal auf der Zunge zergehen: ca. 360.000 Besitzer weltweit! Schaut man sich diese Zahl an, weiß man, dass wir mit NFTs wirklich noch ganz ganz am Anfang sind. Die NFT-Käufe von Celebrities tragen natürlich zu weiteren Meldungen über NFTs bei.

Wie du weißt, sprechen wir bei NFTs – anders als bei klassischen Kunstwerken bspw. berühmter Maler – meistens über digitale Bilder / Bilddateien oder Videos. Und die lassen sich nicht ganz so einfach aufhängen, wie ein Bild auf Leinwand. Du kannst dir dennoch sicher sein: Jemand, der gerade über 500.000 € für ein Kunstwerk ausgegeben hat, möchte es nicht in der Wallet versauern lassen. Er möchte es präsentieren, täglich anschauen, sich daran erfreuen. Das alles geht am allerbesten mit sogenannten NFT-Displays, auch NFT Bilderrahmen oder NFT Frames genannt.

Warum du einen NFT Frame brauchst

Im Prinzip verhält es sich doch auch mit deinen eigenen NFTs so, dass du stolz darauf bist. Egal, ob es sich um einen kleinen Punk, gelangweilte Affen oder Crypto-Kätzchen handelt. Vielleicht hast du auch NFTs in deiner Wallet, die tatsächlich eher in Richtung Kunst gehen oder Fotografien, die dir einfach gefallen und die du deswegen aufhängen möchtest. Wenn du also NFTs hast, die du aus welchem Grund auch immer, gerne an der Wand aufhängen würdest, solltest du dir ein NFT-Display kaufen. Vermutlich stehen wir auch bei diesem Thema noch am Anfang und bis man NFT-Frames in deutschen Wohnzimmern begegnet, dürfte es noch lange dauern. Aber wieso nicht mal damit anfangen? Besonders cool sieht es übrigens bei Videos aus. Man denkt, es hängt ein normales Bild ander Wand und plötzlich stellt man fest, dass es sich bewegt.

Wie funktionieren NFT Bilderrahmen?

NFT Displays sind in der Regel LCD-Displays, die um spezielle Komponenten erweitert wurden, um NFTs darstellen zu können und um alle Einstellungen vornehmen zu können.

Einige der Frames lassen sich per App steuern. Über die App kannst du auswählen, welches NFT aus deiner Wallet (ja, manche Anbieter schränken auf Token aus der verbundenen Wallet ein!) angezeigt werden soll. Darüber hinaus kannst du bspw. auch Hintergrundfarben, Hintergrundmusik und vieles mehr einstellen. Oft gibt es verschiedene Anzeigemodi, z.B. das Kunstwerk im Vollbild; etwas kleiner mit Titel und QR darunter oder auch die Ansicht mehrerer NFTs in einer Galerie oder eine Art Diashow mit wechselnden NFTs. Die Features sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Für die Verbindung von App und Rahmen, müssen in der Regel beide Geräte im selben WLAN-Netz sein.

Der Ablauf sieht also so aus:

  1. NFT Display auspacken und an den Strom anschließen
  2. Anleitung befolgen und den Rahmen ins WLAN bringen
  3. App zum Ändern der Einstellungen nutzen
  4. Wallet verbinden
  5. NFTs im Bilderrahmen genießen 🙂

Zu Punkt 1 noch ein Hinweis: Man sieht wirklich viele schöne Bilder auf den Seiten diverser Anbieter. Was du aber nicht vergessen darfst, ist das Stromkabel. Klar, es gibt viele Möglichkeiten, das Kabel zu verstecken oder das Kabel ebenfalls als Deko zu verwenden. Trotzdem sollte auf jeden Fall eine Steckdose in der Nähe des von dir ausgesuchten Platzes liegen.

Wieviel kostet ein NFT Display?

Die Preise variieren stark und hängen in erster Linie von der Größe und vom Format ab. So sind quadratische Rahmen deutlich teurer als Rahmen, die gängige Monitor- und Displaygrößen nutzen. Für Rahmen in der Nähe von 16:9 kannst du bei 10 Zoll ab 300-400 € einsteigen. Bei 22-24 Zoll liegen die Preise zwischen 700 und 1300 €. Wer es noch größer möchte, muss für 43“ knapp 2000 € kalkulieren. Wer nun Schnappatmung bekommt, sollte unten weiterlesen. Mit Hilfe eines (alten) Android Tablets und handwerklichen Geschicks geht’s im Eigenbau deutlich günstiger.

NFT Display kaufen

Bisher gibt es einige Anbieter dafür. Viele im Ausland und teilweise ist es schwer, die Qualität aus der Ferne zu beurteilen. Daher halten wir uns bzgl. einer Empfehlung momentan noch sehr zurück. Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sofern wir uns tatsächlich ein Urteil bilden können.

NFT Frame selbst bauen

Samsung hat kürzlich angekündigt, dass die neuesten Smart TVs NFTs unterstützen werden. Details hierzu werden sicher noch folgen. Natürlich ist es ein Unterschied, ob du sie auf dem Fernseher anschaust oder als „Bild“ an die Wand hängst. Trotzdem könntest du dir (sobald verfügbar) ein solches Gerät kaufen. Dann bastelst du einen schönen Rahmen für das Gerät und hängst es an die Wand. Schon ist dein eigenes NFT Display fertig und es kann sogar mehr – nämlich als TV genutzt werden. Zugegeben, die optimale Lösung für die Wand ist das eher nicht, aber es ist eine Möglichkeit und DYI-Profis sprudeln bestimmt über vor Ideen.

NFT Rahmen mit Raspberry Pi

Dieser Weg ist vor allem für technisch versierte Personen oder ambitionierte Einsteiger geeignet. Bei Bastlern und ITlern ist der Raspberry Pi seit seines Erscheinens in der ersten Version 2012 sehr beliebt. Es gibt tausende Einsatzmöglichkeiten und viele überraschende sowie begeisternde Projekte. Eines dieser Projekte nennt sich TokenCast und dient dazu, NFTs per Raspberry Pi auf einem angeschlossenen Bildschirm anzuzeigen. Auf der Webseite des Projekts wird erklärt, was du dazu benötigst und wie du vorgehen musst, um deinen eigenen NFT Bilderrahmen zu bauen. Insgesamt werden Kosten von knapp 400$ angegeben. Teuerster Kostenpunkt ist der Monitor mit 200-250$. Die restlichen Bauteile sind Raspberry Pi (ca. 50€) plus Netzeil und Ladekabel, SD-Karte, HDMI-Kabel. Zusätzlich brauchst du natürlich einen Bilderrahmen (oder baust ihn selbst) und ein bisschen Werkzeug. Die Einrichtung und Installation dürfte nicht lange dauern und sieht unkompliziert aus. Neben einem IT-Grundverständnis solltest du auch handwerklich geschickt sein, um alle Komponenten sicher und schön in einem Rahmen / Gehäuse verbauen zu können.

NFT Bilderrahmen unter Android

Falls du zuhause schon eine Android-Box oder ein ungenutztes Android-Tablet hast, kannst du auch darauf zurückgreifen. bei der Android-TV-Box kannst du entweder deinen normalen TV nutzen oder du kaufst dir wie oben beschrieben, einen einfach Monitor. Noch einfacher geht’s mit einem Tablet: Du installierst einfach die App auf dem Android-Device und fertig. Das Tablet kannst du schließlich noch in einem schönen Rahmen verpacken – fertig.

Unser Fazit

Für Sammler mit genügend Geld und Bastler sind NFT Displays das Mittel der Wahl zum Präsentieren der eigenen Lieblingsstücke. Diese Art von Wanddekoration ist noch sehr selten und jeder, es sich leisten oder selbst bauen kann, wird sich darüber freuen. Vielleicht ist solch ein Rahmen nach einigen Wochen aber nur noch Spielerei und schon wieder langweilig. Lass uns gerne in den Kommentaren lesen, wie du darüber denkst.

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